Mittwoch, 7. Mai 2008

3. Etappe Lohals-Kertenminde






















Am dritten Tag unserer Segelreise war um sieben Uhr Morgen aufstehen angesagt. Unser Ziel Kertenminde lag etwa 40 Seemeilen entfernt und der Wetterbericht sagte leider nichts gutes vorher. Es war wie am Tag zuvor nur Sonne satt gemeldet und von Wind war leider nichts zu spüren. Also blieb uns nichts weiter übrig als diese Etappe unter Motor zurück zu legen. Damit sich unter der Crew nicht zu viel Langeweile ausbreitet, liesen wir wenigsten die Angeln zu Wasser um etwas Abwechslung zu haben. Es sollte sich als richtig erweisen, denn nach kurzer Zeit hatten wir den ersten Hornhecht gefangen und es sollten noch weitere folgen. Nach kurzer Fahrt bei ruhiger See und praller Sonne tauchte am Horizont die Große Belt Brücke auf. Am Anfang war von der beeindruckenden Größe noch nichts zu merken, was sich jedoch mit jeder Seemeile die wir näher kamen änderte. Kurz, bevor wir unter dieser Brücke durchfuhren, waren dann die gigantichen Ausmaße sichtbar. Die Durchfahrthöhe liegt bei 60 m, unser Mast hat "nur" 20 m Höhe. Die beiden mächtigen Brückefeiler haben eine Höhe von 265m. Im laufe unser weiteren Reise hatten wir den ersten Kontakt zu Schweinswalen. Diese Tierchen sehen aus wie Delphine und kommen im großen und kleinen Belt sehr zahlreich vor, so das sie häufig nah am Boot zu Gesicht bekommen. Um 16.00 Uhr liefen wir den Hafen von Kertenminde an und fanden einen guten Liegeplatz. Nach dem täglichen Arbeiten (Boot waschen,Wasser auffüllen) und einer schönen Dusche haben wir uns landfein gemacht und wollten einen kleinen Happen in einem einheimchen Lokal zu Abendessen. Nach einem kleinen Spaziergang durch die Stadt fiel uns ein Restaurante ins Auge was sehr gepflegt aussah und uns ein leckeres Fischgericht in Aussicht stellte. Nach einem freundlichen Empfang vom Kellner, und dem feststellen das wir der dänischen Sprache in keinster Weise mächtig sind, bestellten wir einfach ein kleines 2 (ZWEI) Gänge Menü welches auch sehr lecker schmeckte. Wie man es von anständigen Gästen erwarten kann, so wollten auch wir nach dem hervoragenden Essen unsere Rechnung bezahlen. Ein jeder der Crew hatte : 2 Gläser Wein, eine Vorsuppe mit Königskrappen, einen Fischteller aus 6 Sorten Fisch und einen Loire Käseteller als Nachspeise. Der nette Kellner, welcher uns auch sehr gut bediente, wollte für diesen kleinen Snack 699,- Dänische Kronen (umgerechnet 99,00 €uro pro Person). Wer also Lust hat, viel Geld für wenig Essen aus zu geben, dem senden wir die Adresse des Lokals gerne auf Anfrage zu. Nach diesem Schock war uns der Appetit auf dänische Küche komplett vergangen und gingen "hungrig und pleite" zurück an Bord wo wir noch einen kleinen Schnaps zur Verdauung zu uns nahmen.