Nach einem zeitigen Frühstück an Bord hies es um 10:00 Uhr -Leinen los - in Marstall. Nach der Hafenausfahrt folgten wir der betonnten Fahrrinne durch die Inseln der dänischen Südsee Richtung Heimathafen unter Motor. Rings um die Fahrinne sind zahlreiche flache Stellen und Sandbänke, welche man tunlichst meiden sollte. Während der Fahrt frischte der vorherrschende Westwindauf Segelstärke auf, so dass wir am Ende der Fahrrinne nach ca. 1,5 Stunden die Segel setzten konnten. Um ans Ziel zu kommen mussten wir leider wieder einmal kreutzen, da der direkte Weg genen den Wind lag. Dadurch braucht man für eine relativ kurze Strecke die doppelte Zeit. Während der Fahrt unter Motor verfingen sich an einer unserer Angeln nochmal 5 Hornhechte.
Als wir das offenen Fahrwasser erreichten hatten wir schönen Wind mit ein paar Böen und einen Meter Welle. Je weiter wir segelten desto stärker wurden Wind und Wellen. Ca. 5 Meilen vor unserem Zielhafen erreichten die Wellen dann 2,50 Meter, so dass das Vorschiff ganz schön geduscht wurde und auch wir die salzige Gischt im Gesicht zu spüren bekamen. Leider war das Wetter etwas wechselhaft geworden, es gab einige Regenschauer und der Wind blies relativ kalt über stark schaukelndeYacht.
Kurz vor dem Abzweig zum Hafen waren die Böen so stark, dass wir die schon gerefften Segel einholten und die letzten Meilen unter Motor nach Faaborg liefen um Weg und Zeit zu sparen. Es war mittlerweile schon 17 Uhr, als nach 7 Stunden ein schöner Segeltag zu Ende ging und wir an der Petrolstation in Faaborg festmachten um unsere Dieselvorräte aufzufüllen. Anschliesend steuerten wir unseren Liegeplatz an und legeten bei stürmischen Wind perfekt an.
Den Abend liesen wir an Bord mit einem Abendessen ausklingen, leider streikt seit gestern Abend die Heizung des "Kutters", so das es zur Zeit etwas frischhier im Norden ist.