Mittwoch, 16. Mai 2012

Tag 12 Lundeborg - Ankerplatz Svendborg Sund - Svendborg

Der Tag begann ruhig und entspannt, nach dem es die ganze Nacht geregnet hat.

Unsere bestellten Brötchen lagen pünktlich um 0800 Uhr abholbereit in der Hafenkantine. Nach dem Frühstück ging es geruhsam weiter, wir haben keinen Stress und müssen nicht mehr hetzen. Das Wetter blieb durchwachsen und vom versprochenen Westwind mit 20 Knoten war im Hafen nix zu spüren.

Unser Plan war es, an Svendborg vorbei noch eine kleine Insel anzulaufen, welche auf dem Weg in unseren Ausgangshafen Fåborg liegt.

Nach dem auslaufen gegen Mittag zeigte es sich, das der Wind doch da war. Kurz nach der Hafenmole setzten wir das Vorsegel und ab ging die Post mit 6 Knoten. Nach kurzer Zeit wurde der Wind mehr und unsere Segelfläche weniger. Mit gerefften Vorsegel blieb die Geschwindigkeit konstant, bis zum Svendborg Sund. Da gab der Wind nochmal alles was hatte und blies was das Zeug hält, was auch die Wellen schön aufpuschte und wir herrlich geduscht wurden. Glücklicherweise hat unser "alter Kutter" eine Persenning unter der man bei solchen Wellen optimal Schutz findet und trotzdem segeln kann. Einen solchen Luxus hat die neue 50er Bavaria, welche uns heute unter Motor im Sund überholt hat und jetzt vor uns im Hafen liegt leider nicht zu bieten, die Jungs sind alle schön gebadet wurden. Tja, Größe ist nicht alles ;-))

Die Einfahrt in den Svendborg Sund war teilweise krass, gegen Wind in Böen von 40 Knoten und gegen 2 Meter Welle hatte unser Motörchen ganz schön zu kämpfen, teilweise machten wir gerade mal 1 bis 2 Knoten Fahrt. Im Sund wurde es dann ruhiger und wir konnten zum Nachmittagskaffee in einer geschützten Bucht ankern.

Da der Wind aber konstant heftig und böig weiterblies, war uns der Ankerplatz für die Nacht zu riskant, unseren Plan die Insel zu erreichen hatten wir eh aufgegeben, und wir entschlossen uns im Hafen von Svendborg sicher die Nacht zu verbringen.

So liegen wir hier am Steg, mit einigen anderen, die heut auch schön durchgeschüttelt wurden und geniesen die Abendsonne, die zwischen den Regenwolken immer mal durchschaut.